Myzel und Mykorrhiza, das Lebensnetz
Am 20.08.2026 wird der Verein „Myzel und Mykorrhiza, das Lebensnetz“ seine Genehmigung erhalten.
Die ehrenamtliche Präsidentin ist Gerlinde Neuhofer, und die ehrenamtliche Vizepräsidentin ist Bettina Kolbeck.
Was ist der Zweck dieses Vereins?
Zuallererst soll er in seinem Wirken darauf aufmerksam machen, in welchem Lebensnetz wir als Menschen – und alle anderen Wesen auch – hier auf Erden eingebunden sind. Und in diesem Zusammenhang sind Myzel und Mykorrhiza ganz zentrale Begriffe.
Myzel
Ein Myzel ist eine immense Vernetzung und Verflechtung. Der Begriff bezeichnet normalerweise einen Pilz: Ein Pilz besteht aus Myzel und Fruchtkörper. So wie ein Apfelbaum aus dem Baum und seinen Äpfeln.
Das Myzel selbst besteht aus Hyphen, also feinsten „Pilzwurzeln“, die aktiv auf Suche nach Nahrung gehen. Das Myzel ist bestrebt, sich möglichst flächig zu verbreiten; so entstehen z.B. sogenannte „Hexenringe“: In der Mitte befindet sich der Pilz (unterirdisch) und in einem weiteren Kreis darum finden sich die einzelnen Fruchtkörper.
Worauf ich damit aufmerksam machen möchte, ist, dass ein Myzel ein Vernetzungs-Werkzeug ist. Nicht umsonst wird die Vernetzung der Pilze in unseren Wäldern – und weit darüber hinaus – als „wood wide web“ bezeichnet.
Diese Vernetzungsgabe möchten wir uns als Menschen zunutze machen, um wieder ein organisches und menschenfreundliches Lebensnetz zu weben. Für und mit uns allen!
Mykorrhiza
Und was ist unter „Mykorrhiza“ zu verstehen, werdet ihr euch fragen?
Mykorrhiza bezeichnet ursprünglich die symbiotische Verbindung von Pilz und Pflanze. Laut Wikipedia ist eine Symbiose (von altgriechisch σύν sýn, deutsch ‚zusammen‘ sowie altgriechisch βίος bíos, deutsch ‚Leben‘) … die Vergesellschaftung von Individuen zweier unterschiedlicher Arten, die für beide Partner vorteilhaft ist. Es gibt eine Menge Pilze, die nur in Verbindung mit ihrem Pflanzenpartner gedeihen, z.B. der Steinpilz oder der Fliegenpilz. Mykorrhiza-Pilze können nicht gezüchtet werden.
In der Symbiose gehe ich also in eine gewisse Abhängigkeit. Menschen kennen das, denn sie sind an sich Herden- oder Gruppenwesen. Daraus ergeben sich immer Abhängigkeiten; wenn man diese positiv betrachtet, ist es einfach ein „Geben und Nehmen“. 🙂
Im Sinne des Vereins dient „Mykorrhiza“ dazu, die gegenseitigen Abhängigkeiten anzuerkennen und sie in ein gutes und gesundes Miteinander zu verwandeln.
